Die Geschichte der Floppies

 

Vor langer, langer Zeit, es mag Ende der '70 er Jahre gewesen sein, saß mitten im langen und weiligen Nordrhein-Westfalen ein junger Mann in der Abenddämmerung, starrte nachdenklich ins Leere, sann über sein trostloses Leben nach, stemmte den Bierkrug auf den Tisch und schrie: "Verdammt, das kann doch nicht alles gewesen sein !!" Hemmungslose Ungeduld und brutales Drängen machte sich in ihm breit. Endlich wollte er sich seine Kindheitsträume erfüllen, die er nie völlig aufgegeben hatte. Er wollte Cowboy werden, - oder Musiker, - oder beides.... .

Damit war der Grundstein gelegt. Er würde eine Band gründen! Jawoll!! Und zwar eine FLOPHOUSE STRING BAND ! Mit der würde er COUNTRYMUSIC machen, aus dem alten und neuen wilden Westen Amerikas. Befrachtet mit den romantischen Assoziationen seiner Kindheit begab sich der junge Mann, nennen wir ihn Hans - Joachim, gleich am anderen Tag daran die geeigneten Musiker für sein Vorhaben zu suchen. Was sich als äußerst schwierig erwies, denn Countrymusic war zu jener Zeit in "Good Old Germany" wenig verbreitet. So nahm man also, entgegen den kurz zuvor gefassten Absichten, den vorläufigen Umweg über die IRISH FOLK MUSIC. Welcher zwar die typischen Elemente der Countrymusic fehlen, die aber dennoch in einem sehr nahem Verwandtschaftsgrad zur amerikanischen Folklore steht.

Die Musiker waren schnell gefunden und ebenso zahlreiche Musikstücke, mit denen man sich ein solides Repertoire aufbaute. Die legendären DUBLINERS oder der bekannte Skiffle - Matador LONNIE DONNEGAN galten in der neu gegründeten Formation als beliebteste Songlieferanten. Und selbstverständlich eignete man sich auch deren sprichwörtliche Trinkfestigkeit an (die bis heute übrigens, trotz der musikalischen Richtungsänderung, nichts an Beständigkeit eingebüßt hat, äh…überhaupt nichts!).

 
 

Also ging es los ...

Der FLOPHOUSE STRING BAND gelang es sehr schnell, sich durch vorerst noch lokale Auftritte und Gastspiele, einen erstklassigen Namen zu erarbeiten. Archivierte Veröffentlichungen der Presse erinnern noch heute an die damaligen Erfolge. Doch mit der Zeit ermahnte ein unabwendbares Nasenjucken Hans - Joachim daran, dass es nun Zeit wäre das Banner der "STARS & STRIPES" zu hissen und endlich Kurs auf die COUNTRYMUSIC zu nehmen. Eifrig wurden neue Songs geprobt und emsig klapperten von nun an rhythmisch die Westernstiefel auf den Brettern die die Welt bedeuten. Bombentrichterartige Bruchstellen auf den Bühnen waren oftmals die Folge


Mit zunehmendem Erfolg traute man sich, auch Stücke aus eigener Feder ins Programm aufzunehmen. Die deutschsprachigen Tonträger, die daraufhin produziert wurden, erfreuten sich größter Beliebtheit und fanden reißenden Absatz. Trotz aller Triumphe, die die FLOPHOUSE STRING BAND in ihrer Heimat verbuchen kann, darf sie mit Stolz sagen, dass sie sich auch über die bundesdeutschen Grenzen hinaus einen Namen gemacht hat. Erfolgreiche Tourneen durch die Schweiz, Österreich, Holland, Belgien, England, Italien, Norwegen, Schweden und Spanien kann die Formation mittlerweile für sich verzeichnen.


Natürlich trägt eine so langjährige Zusammenarbeit auch Opfer. Das Repertoire und die musikalische Qualität der Band wuchs, und somit natürlich auch der Terminplan. Manche Bühne sahen die Musiker öfter als ihr Bett, was die Strapazierfähigkeit der Akteure natürlich auf eine harte Probe stellte. So verlangte das Schicksal, trotz des fast ehelichen Miteinanders der Musiker untereinander, an dem einen oder anderen Instrument einer personellen Umbesetzung. Doch selbstverständlich tragen alle, die jemals im Kreise der FLOPPIES tätig waren, einen Teil der Bandgeschichte mit.
 
 

Von der Gegenwart bis ins Jahr 2060 ...

Im Laufe der Jahre deutete sich in der Countrymusic ein enormes Beliebtheitswachstum an. Schon bald etablierte sich eine gefestigte Szene, in der die FLOPHOUSE STRING BAND ihren ganz festen Platz hat. Ihre eigene Begeisterung, gepaart mit dem Bestreben diese Musikrichtung populärer zu machen, trug unbestreitbar ihren Teil zum Erfolg bei. Heute sind Westernsaloons, Honky Tonks und Countryfestivals vom Terminplan der Formation nicht mehr wegzudenken. Wenngleich auch tendenziell in den letzten Jahren  Stadt -, Straßen - und Firmen -feste vermehrt auf dem Programm stehen und somit diese Musikrichtung auch an die ungeübten Ohren gelangt. Das Wissen um die Countrymusic, ihrer Geschichte und um alles, was sich gestern und heute darin tummelte, verhalf der FLOPHOUSE STRING BAND auch zu einer eigenen Musiksendung, die im regionalen Funk ihres Lokalsenders REL UKW 98,7 einmal monatlich über den Äther geht. Bereits seit 16 Jahren teilt der Moderator Hans - Joachim Laqua den geneigten Hörern auf diesem Wege Neuigkeiten aus der Szene, Termine und den Stand der aktuellen Billboardcharts mit.

In regelmäßigen Abständen macht die FLOPHOUSE STRING BAND sich auf, neue Tonträger und somit auch denkwürdige Ereignisse zu produzieren. Trotz der großen Freude über den nächsten Song der ... "im Kasten" ... ist, fühlen sich alle  - ganz besonders allerdings gilt das für die stressgeplagten Tontechniker - dann und wann zur Rebellion aufgerufen. Doch das bringt der Job nun mal so mit sich. Und es lohnt sich, denn das musikalische Ergebnis, das unter dem Strich dabei herauskommt, kann sich durchaus hören lassen und stimmt alle Seelen dann wieder friedlich. U. A. war die Floppies mit ihren eigenen Kompositionen sogar schon auf Platz 1 der Radiohitliste des SFB Berlin ! Nach zahlreichen Cover-Produktionen als MC, Single, LP und CD erarbeitete sich die Band über Weihnachts-CDs und Liveproduktionen nun auch den aktuellen Tonträger "Countrymusic-Patrol" der ausschließlich aus eigener Feder ist und Live auf den Bühnen umgesetzt wird. So fühlen die Musikusse sich auch, wie von der Countrypolizei, immer auf der Suche nach dem richtgen Countryfeeling und Sound.

Irgendwann soll noch in diesem Jahrhundert das nächste Video der FLOPHOUSE STRING BAND erscheinen. Möglicherweise wird die Gruppe damit eine der größten Sensationen auslösen, die die Musikgeschichte jemals zu bieten hatte. Denn mitverarbeitet wird bisher unveröffentlichtes, uraltes Ton - und Bildmaterial aus den vergangenen zwanzig Jahren Bandgeschichte. Ohne Zensur!!! Gegenwärtig werden die Musiker noch von der beklemmenden Furcht genährt, dass man sie für diese Produktion öffentlich auspeitschen wird.


 
 

Wie gehts weiter?

Die 30 Jahre sind bald geschafft. Zu jedem Jahresende stellt "Langen" der Bandgründer dem Rest der Band folgende Frage: „"Und, machen wa noch’n Jahr?" Es ist nicht auszuschließen das weiterhin die Antworten in diesem Flophouse-Quiz von allen richtig beantwortet werden, denn dieser Haufen scheint beliebt und erfolgreich zu sein. Wenn dann noch bei allen die Gesundheit mitspielt…. Mittlerweile trifft sich die dritte Generation der Zuschauer am Bühnerand und lässt grüssen…. Vom Opa….. der früher immer noch selbst kommen konnte…..

Mögen "dem Langen" nie die Quizfragen ausgehen…….
 
 
 
  Du bist hier: Home  >>  Die Band  >>  Geschichte
 

ImpressumDatenschutzHaftungsausschluß

 
"Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es." - Bertrand Russel
 

 
 
 
neighborly
neighborly
neighborly
neighborly